"Informationen zum Gebäude-Energieausweis"
für Sie von der Fa. TEICHERT & KÜNTZLER GmbH zusammengestellt


Energieausweis - was ist das?

Der Energieausweis informiert Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern objektiv über deren Energiebedarf, er zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern bundesweit unkompliziert zu vergleichen.

Beim Auto kennt man es - in Testberichten findet man Informationen darüber, was die "Kutsche" pro 100 km verbraucht. Gut informierte Verbraucher wissen, dass es für Elektrogeräte (wie Waschmaschinen, Kühlschränke) und selbst für Leuchtmittel (wie Glühbirnen) Energielabel gibt, die einerseits energiesparende Geräte fördern sollen und damit aber auch gleichzeitig Marketinginstrument sind.

Der Energieausweis ermöglicht es Gebäudeeigentümern, die energetische Qualität Ihrer Gebäude am Markt darzustellen. Investitionen in die Gebäudehülle oder die Heizungsanlage werden dadurch erstmals für den Mieter vor Abschluss des Mietvertrages sichtbar und erhöhen dadurch die Attraktivität des Gebäudes.

Mit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) sind Gebäudeeigentümer verpflichtet, bei Verkauf oder Vermietung von Wohngebäuden, die bis 1965 fertig gestellt worden sind, Interessenten ab dem 01. Juli 2008 einen Energieausweis zugänglich zu machen. Ein halbes Jahr später - ab dem 01. Januar 2009 - gilt dies auch für alle übrigen Wohngebäude. 

Was der Energieausweis leistet

Käufer und Mieter erfahren mit dem Ausweis, wie hoch die Kosten für Heizung und Warmwasser in etwa sein werden, und bekommen Basisinformationen über Dämmung und Heizanlage. Besitzer erhalten eine erste Information über den energetischen Zustand ihres Hauses sowie in Kurzform Empfehlungen für Sanierungen und Modernisierungen, die den Energieverbrauch senken.

Wie der Energiebedarf berechnet wird und wie zuverlässig die Angaben im Energiepass sind

Beim bedarfsorientierten Energieausweis werden die Angaben zu Dämmstandard und Heiztechnik über ein Computerprogramm berechnet. Als Ergebnis wird sowohl die Endenergie, also der tatsächliche Verbrauch, als auch der Primärenergiebedarf ausgewiesen. Dieser zweite Wert bezieht auch die Energie mit ein, die für Herstellung, Transport und Lagerung des Brennstoffs notwendig ist, und ist damit ein wichtiger Kennwert für die ökologische Qualität des Hauses.

Ein Beispiel: Ein Altbau verbraucht pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr 28 Liter Heizöl. Ein Liter Heizöl entspricht – ebenso wie ein Kubikmeter Erdgas – rund 10 Kilowattstunden Energie. Im Energiepass steht als Endenergieverbrauch 280 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (abgekürzt 280 kWh/m²a).

Der Primärenergieverbrauch ist meistens höher als dieser Wert, es sei denn, es kommen erneuerbare Energieträger wie Holz, Solarenergie oder Umweltwärme dazu. Eine Tabelle ordnet die Werte verschiedenen Energiestandards zu – von grün für extrem sparsam bis dunkelrot für sehr verschwenderisch. In einer zweiten Skala lässt sich ablesen, wie viel Energie verschiedene Gebäudetypen verbrauchen. Ein Passivhaus benötigt zum Beispiel nur 15 kWh/m²a.

Der verbrauchsorientierte Energieausweis basiert auf dem tatsächlich gemessenen Verbrauch der Bewohner. Der Verbrauchskennwert leitet sich aus dem Verbrauch ab, der in den Heizkostenabrechnungen der (mindestens) drei letzten aufeinanderfolgenden Abrechnungsperioden angegeben ist.

Ein verbrauchsorientierter Energieausweises kann sehr stark vom tatsächlichen Energieverbrauch abweichen, da weder Bauteile, noch Baumaterialien berücksichtigt werden. Heizt ein Mieter gerne bei offenem Fenster, schneidet die Immobilie im verbrauchsorientierten Energieausweis schlechter ab als beim bedarforientierten Ausweis. Wird in einer Wohnung unverhältnismäßig wenig geheizt kann es durch den im verbrauchsorientierten Energieausweis zu günstig dargestellten Energiebedarf später zu Unstimmigkeiten mit dem Nachfolgenutzer kommen.

Ab wann welcher Ausweis vorgeschrieben ist

Bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung und Leasing ist dem Käufer, Mieter oder Leasingnehmer der Energiepass „zugänglich zu machen“. Der Verkäufer oder Vermieter muss nicht von sich aus einen Energiepass vorlegen, sondern nur auf Verlangen. Dann allerdings „unverzüglich“. Neue Mieter haben das Recht, eine Kopie des Energieausweises zu erhalten.

Wann welche Gebäude welchen Energieausweis benötigen:

Neubau: bedarfsorientierter Energieausweis ab sofort

Häuser nach umfassender Sanierung (mehr als 50 Prozent der Gebäudehülle wurde verändert) und/oder Modernisierung mit öffentlichen Mitteln: bedarfsorientierter Energieausweis ab sofort

Häuser mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1965 errichtet wurden: bedarfsorientierter Energieausweis ab 1. Juli 2008

Häuser mit bis zu vier Wohnungen, die nach 1965 bis Ende 1977 errichtet wurden: bedarfsorientierter Energieausweis ab 1. Januar 2009

Häuser, die nach 1978 errichtet wurden oder die mehr als vier Wohnungen haben: Generelle Wahlfreiheit zwischen bedarfsorientiertem und verbrauchsorientiertem Energieausweis

Wer einen Energieausweis ausstellt

Es gelten ausführliche Bestimmungen für die Qualifikation und Fortbildung der Experten, die einen Energiepass erstellen dürfen.

Voraussetzung für alle Aussteller ist ein Ausbildungsschwerpunkt im energiesparenden Bauen während des Studiums oder eine zweijährige Berufserfahrung. Zusätzlich muss der Aussteller eine erfolgreiche Fortbildung zum energiesparenden Bauen nachweisen.


Wir, von der Fa. TEICHERT & KÜNTZLER GmbH, sind schon seit der Markteinführungskampagne 2005 als Aussteller für Gebäude-Energiepässe bei der Dena (Deutschen Energie-Agentur) registriert und verfügen aufgrund unserer Ausbildung und langjährigen Erfahrung über das notwendige Fachwissen und die Kompetenz zur Ausstellung von Gebäude-Energiepässen.

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